Die Klassiker der Savoyer Alpenpässe
13. August:
· Albertville (400m) – Beaufort (20km) – Cormet de Roselend (40 km, 1968m) – Séez (60 km, 900m) - Val d’Isère (90 km,1800m)
Albertville, die etwas eingeschlafenen Olympiastadt war der Ausgangspunkt unserer Tour. Kurz nach dem wir mit dem VCR-Bus Albertville erreicht hatten, pedalten wir bereits Richtung Cormet de Roselend. Die Sonne strahlte vom Himmel, wir entsprechend gelaunt. Dennoch blieben wir cool und entschieden uns den VCR-Bus mit auf die Tour zu nehmen – ein weisser Entscheid, wie sich später herausstellen sollte. Auf einer der abwechslungsreichsten Strecken der Alpen erreichten wir den Cormet de Roselend auf fast 2000m. Nach einer rasanten, kurvenreichen Abfahrt erreichten wir Bourg St. Maurice. Während der VCR-Präsi sich in diesem Alpenstädtchen notfallmässig zwei neue Laufräder erwerben musste, radelten die anderen bereits die gut ausgebaute und wenig abwechslungsreiche „Schnellfahrstrecke“ zum Nobelskiort Val d’Isère hinauf.
Gruppenfoto auf dem Cormet de Roseland
14. August:
· Val d’Isère (1800m) – Col d’Iseran (10 km, 2770m) – Saint Michel de Maurienne (90 km, 700m) – Col du Galabier (125 km, 2645 m) – Saint Michel de Maurienne (160 km, 700m) ) – Saint Jean de Maurienne (173 km, 700m)
Der höchste Alpenpass motivierte uns ungemeine, so kämpften wir bereits frühmorgens in den Kehren zum Col d’Isèran. Auf dem Pass angekommen lösten sich die vorangegangen Strapazen rasch in Glücksgefühle auf. Lange verweilen wollte trotzdem niemand von uns, einerseits war es empfindlich kalt und die Wolkendecke nahm bereits angsteinflössendes Ausmass an und andererseits wollten wir noch mit dem Col du Galabier einen weiteren Alpenklassiker erklimmen. Am Fusse des Col du Télégraphe stärkten wir uns auf der Gartenterrasse mit Spaghetti und Cola. Kaum stieg die Strasse Richtung Galabier fielen bereits die ersten Regentropfen, schon bald zogen wir den Regenschutz über. Unser Team teilte sich in Grüppchen: Während die Einen nur ans Gipfelstürmen dachten, blieb Roli Liem besonnen. Er kehrte auf dem Col du Télégraphe (1570m), um den VCR-Bus zu holen, er traute dem nasskalten Wetter und der Höhe nicht. Wir werden im für diese freundschaftliche Geste ewig dankbar sein. Dominik und Andreas erreichten den Pass. Ob Regen oder Schneefall, plus oder minus Temperaturen herrschten weiss der Schreibende nicht mehr. Oben angekommen hiess es nichts wie runter, das Wasser drohte zu gefrieren – doch für ein Gipfelfoto musste die Zeit reichen. Schon bald kam Roli mit dem Bus angebraust – die Erlösung!
Max kämpft sich die Kehren des Iseran hoch; Geschafft! Teilnehmer der 3-Tages Tour auf dem Iseran.
VCR-Präsi bei garstigen Bedingungen auf dem Col du Galibier
15. August:
· Saint Jean de Maurienne (700m) – La Chambre (10 km, 450m) - Col de la Madeleine (30 km, 2000m)- Albertville (72 km, 400m)
Zum abgewöhnen und ausfahren radelten wir über de Col de la Madeleine. Ein Pass der schon etliche Male über Sieg und Niederlage an der Tour de France entschieden hat. Dieses Jahr machten Schleck und Contator am Madeleine gemeinsame Sache und legten den Grundstein für ihre Podestplätze – Schleck zog zudem in St. Jean de Maurienne erstmals in seiner Karriere das Maillot jaune über. Wir konnten es zum Glück etwas gemütlicher nehmen und genossen die letzte Etappe.
Urs kämpft sich den Col de la Madeleine hoch
Andreas Brunner