Clubrennen 3. Mai 1936

Nach einer richtigen April-Regenwoche folgte ein prächtiger, sonnenreicher Maitag, an welchem sich um 5.30 Uhr sieben Rennfahrer dem Startet stellten. Mit frohem Mut wurde die 90 km lange Strecke in Angriff genommen und schon nach Sursee erhielten Burri und Koller Defekt. Stübi, Willimann und Felber stiegen prächtig über den harten Tannberg, bei Beromünster hatten sie einen schönen Vorsprung, den sie später auf 4.5 Minuten vergrösserten. Fuchs und Spiess verfolgten mit dem wieder aufschliessenden Koller die Spitzengruppe. Burri musste wegen Wechseldefekt aufgeben. In der Abfahrt von Beromünster nach Rothenburg konnte Felber gesichtet werden, der dann in Eschenbach von den 3 Verfolgern eingeholt werden konnte. Im Hildisrieder Stuzt gelang es Fuchs und Koller den überigen zwei Fahrern zu enteilen und holten mächtig auf, sodass nach Hildisrieden die beiden Spitzenreiter Stübi und Willimann bis auf 400 m eingeholt waren. In der Abfahrt nach Rothenburg war dann nicht mehr viel einzuholen und in je drei zweier Gruppen wurde die Rundstrecke um Bertiswil gefahren. Stübi gewann das Rennen im Spurt vor Willimann. Die zweite Gruppe gelangte ebenfalls zum Spurt, wobei der alternde Fuchs den kürzeren zog.

Kat. B starteten mit 5 Mann um 6 Uhr. Erst in Wolhusen zeigte sich, wer losreissen kann, denn Hans Meister der frühere Pechvogel verschwand auf nimmer Wiedersehn. In kurzen Abständen folgten Brun und Kasper. Bucheli hatte das Unglück erreicht, denn er fuhr mit Plattfuss das Rennen zu Ende. Der junge Unternährer war der übrigen Fahrern noch nicht gewachsen. Strecke ca. 45 km.

Kat C (Veteranen) rückten mit 7 Mann an den Start, dann es gibt eben immer solche die sich verschlafen. Gaag Alfred bekam schon vor Thorenberg riesigen Durst, und verschwand ohne lange Abschiedsworte. Unternährer Hans verfehlte in Wolhusen den Weg und konnte die beiden Ausreisser Spiess J. und Meier Alfred nicht mehr einholen. Wicki Otto und Meier Anton fingen beim "Obsifahren" riesige Äste ein, denn letzerer, der als Favorit galt und letzjähriger Sieger war kam eben von der Nachtschicht und fand es für besser in einer Käserei frische Milch zu kaufen. Gewonnen wurde das Rennen von Spiess Josef.

 

(aus dem Protokoll - Heft)